eifelstark - Das Magazin!

Highlights aus der aktuellen Ausgabe:

BIENENSTARKE EIFEL
Titelstory

MENSCHEN AUS DER REGION
Blogbetreiber Ursula und Hans-

ENERGIE
Deine Zukunft! Ausbildung bei der ene.

 

Viel Spaß und viel Energie wünscht Ihr ene-eifelstark-Team!

Gewinnspiel "Bienenhotel"

Auch Sie wollen den fleißigen Bienchen einen Gefallen tun und ein Insektenhotel für den nächsten Frühling in Ihrem Garten aufstellen? Bei uns können Sie eins gewinnen! Senden sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff "Bienenhotel" an redaktion@ene-eifelstark.de und verraten Sie uns, wieso Ihnen der Schutz der Insekten am Herzen liegt.

Ensendeschluss ist der 30.11.2018.

Hinweis: Als Teilnehmer akzeptieren Sie unsere Teilnahmebedingungen.

Bienenstarke Eifel

Die Eifel ist grün, bunt, vielfältig. Insgesamt rund 10.000 Tier- und Pflanzenarten sind hier beheimatet. Ohne Frage gehört die Eifel zu den artenreichsten Regionen in Deutschland. Doch sie wäre nicht, wie sie ist, ohne ein kleines, summendes Insekt: die Biene. Sie produziert Honig, bestäubt Pflanzen und sorgt dafür, dass diese Früchte tragen. Und die wiederum dienen als Nahrung für eine Vielzahl von Tieren. Ein wertvoller Kreislauf. Jedoch nimmt die Anzahl der Bienen seit ein paar Jahren rapide ab. Was bedeutet das für den Pflanzen- und Tierreichtum und dessen Zukunft in der Eifel?

 

WARUM IST DIE BIENE SO WICHTIG?


„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.“ Diesen Satz soll Albert Einstein bereits 1949 gesagt haben. Einen wissenschaftlichen Beleg für diese Prognose gibt es aber nicht. Schließlich sind noch weit mehr Insekten für die Bestäubung unserer Pflanzen verantwortlich. Bei einigen Pflanzenarten wird der Blütenstaub auch durch den Wind von Blüte zu Blüte getragen. Schauen wir uns aber nur die Pflanzen an, die auf Insekten angewiesen sind, übernimmt die Westliche Honigbiene ganze 80 Prozent der Bestäubung – um den Rest kümmern sich Schmetterlinge, Wildbienen und andere Insekten. Keine Frage also: Ohne die fleißige Biene sähe es in naturreichen Regionen wie der Eifel ganz anders aus.

 

Und nicht nur Tiere und Pflanzen profitieren von der emsigen Arbeit des gelb-schwarzen Insekts, sondern auch wir: Stellen Sie sich vor, Sie sitzen am Frühstückstisch. Vor Ihnen eine Tasse mit heißem Kaffee. Auf dem Teller ein aufgeschnittenes Brötchen mit Marmelade, daneben ein Glas Orangensaft. Ein Glas Schokoladencreme steht vielleicht auch noch auf dem Tisch. Was von alldem würde übrigbleiben, wären die Biene und andere Insekten nicht mehr da? Nicht viel mehr als ein leeres Glas, ein leerer Teller und eine leere Tasse. Ein Drittel unserer Nahrungsmittel gibt es nämlich nur, weil die darin verarbeiteten Pflanzen von Insekten bestäubt wurden. Nicht umsonst steht die Biene auf dem dritten Platz der wichtigsten Nutztiere, gleich hinter Schwein und Rind.

 

Weltenbummler: Für ein einziges Glas Honig müsste eine einzelne Biene etwa 75.000 Kilometer zurücklegen. Das entspricht einer Strecke von zwei Erdumrundungen.

 

WIE STEHT ES UM DIE BIENE?


Dass die Zahl der Bienen zurückgeht, ist schon seit Jahren bekannt. Gerade in den kalten und kargen Wintermonaten haben sie es schwer. Gründe für den Rückgang der Bienenvölker sind zum einen in der Landwirtschaft verwendete Insektizide. Die sollen eigentlich verhindern, dass Schädlinge die Ernte gefährden, schaden anderen Insekten aber auch. Außerdem gibt es immer weniger Nahrung für die Biene: Durch monokulturelle Landwirtschaft, Rodung und Bebauung nimmt die Vielfalt an Pflanzenarten stetig ab. Was für viele Imker aber seit Jahren ein besonders brisantes Problem darstellt, ist die Verbreitung der Varroa-Milbe. Der gerade mal 1 Millimeter große Parasit wurde in den 70er-Jahren aus Asien eingeschleppt und befällt heute ganze Bienenvölker. Die Milbe saugt sich an den Insekten fest und legt ihre Eier in die Brut der Bienen. Die Folgen sind verheerend: Die Insekten kommen mit verwachsenen Flügeln zur Welt oder schlüpfen gar nicht erst. Und wie sieht es in der Eifel aus? Hier hat das Bienensterben laut den regionalen Imkern im Moment noch keine allzu großen Auswirkungen. Denn in unserer Region gibt es viele Wälder, in denen die Bienen noch genügend verschiedene und vor allem pestizidfreie Pflanzen finden. Probleme mit der asiatischen Varroa-Milbe gibt es aber auch hier. Deshalb werden die Bienenvölker zweimal im Jahr mit organischen Mitteln behandelt. Ameisen- oder Oxalsäure wird verwendet, um die lästigen Milben zu bekämpfen. Den Bienen schadet die Säure nicht. Auch im Honig bleiben keinerlei Rückstände übrig. Dass das Bienensterben auch in der Eifel früher oder später zum Problem werden wird, steht aber außer Frage. Die gute Nachricht ist: Jeder kann seinen eigenen kleinen Beitrag zum Schutz der Bienen leisten. Fleißige Herrscherin: Eine Bienenkönigin legt am Tag bis zu 2.000 Eier. Das ist mehr als ein Ei pro Minute.

 

WAS KÖNNEN WIR TUN?


Bienen freuen sich über ein abwechslungsreiches Nahrungsangebot. Blühende Pflanzen anstelle von tristen Steinwüsten vor dem Haus und auf dem Balkon machen den Bienen das Leben leichter. Auch wenn sich so mancher Gartenbesitzer über „Unkraut“ ärgert, freuen sich die Bienen über die ungewollten Pflanzen. Lassen Sie Wildblumen wie Klee und Löwenzahn also einfach mal stehen und stellen Sie Bienen und anderen Insekten auf diese Weise ein üppiges Buffet bereit.

 

EIN HOTEL FÜR BIENEN UND INSEKTEN

 

Auch wir von der ene wollen unseren Teil zum Bienenschutz beitragen. Gemeinsam mit der Gesamtschule Eifel haben wir auf dem Hof unserer ene-Gruppe in Kall daher ein Insektenhotel errichtet. Die Einrichtung bietet Bienen und anderen Insekten einen geeigneten Platz, an dem sie nisten und überwintern können. Das hilft den Tieren, die kalten Wintermonate zu überstehen. Ein zweites Insektenhotel durften die Schüler mitnehmen und auf ihrem Schulgelände aufstellen.

 

Wahres Leichtgewicht: Eine einzelne Biene wiegt gerade mal 0,1 Gramm.

 

Fünf naturbegeisterte Schüler der Gesamtschule Eifel und Techniklehrer Thomas Müller haben gemeinsam mit uns Hammer und Säge in die Hand genommen und sich an den Bau von zwei Insektenhotels gemacht. Der Aufbau einer Insektenherberge ist relativ simpel: einfach ein paar Holzpaletten übereinanderstapeln und mit etwas Wellblech abdecken. Die Zwischenräume haben wir mit jeder Menge Naturmaterialien bestückt: Hölzer, Stroh, Fichtenzapfen und Halme. Tatsächlich wird eine Nistmöglichkeit wie diese nicht ausschließlich von Bienen in Anspruch genommen, sondern von einer Vielzahl unterschiedlicher Insekten. Und jede Art hat ihre eigenen Bedürfnisse, wenn es um die richtige Unterkunft geht. Während einige Wildbienenarten zum Beispiel am liebsten in mit Löchern bestücktem Ton oder Lehm überwintern, haben Käfer und Ohrwürmer eine Schwäche für Kiefern- und Fichtenzapfen. Nicht nur die Schüler, auch wir haben viel über die Biene und ihren Schutz gelernt und freuen uns nun auf zahlreiche fliegende oder krabbelnde Besucher in unserem neu eröffneten Insektenhotel. |

 

 

Gefällt uns: Blogs über die Eifel

Bloggen ist Passion und kennt keine Grenzen – weder geografische noch demografische! Ursula und Hans-Eberhard Peters haben ihren Blog EIFELsüchtig im stolzen Alter von 57 beziehungsweise 65 Jahren ins Leben gerufen. Den Anstoß gab eine Medienwartetagung zu Social Media im Eifelverein. Bis dahin betrachtete Hans-Eberhard Peters das Bloggen mit einer gewissen Skepsis. Doch nach zwei inspirierenden Vorträgen erkannte er: Bloggen hat Zukunft. Denn hiermit erreicht man die Menschen auf direktem Wege.

 

Auf EIFELsüchtig finden Leser insbesondere Wander-Fotoberichte aus der Region. Hinter dem gesamten Projekt steckt ein Team: Ursula und Hans-Eberhard Peters wandern gemeinsam, aber nach der Heimkehr sind die Aufgaben klar verteilt. Er verfasst die Wanderberichte und stellt die Strecken in den sogenannten EifelPfadFinder des Eifelvereins. Jeder, der Lust bekommen hat, kann sie einfach nachwandern und erhält zudem wertvolle Tipps. „Man wandert anders, wenn man weiß, dass man später drüber schreibt“, so Peters. „Unser Blick für die Schönheiten auf einem Weg hat sich geschärft“. Ursula Peters ist leidenschaftliche Fotografin und übernimmt die Bebilderung der Texte. „Heutzutage gilt die Redewendung ‚Ein Bild sagt mehr als tausend Worte’ mehr denn je. Die Leute wollen nicht mehr so viel lesen und ich glaube, dass das auch in Zukunft so bleiben wird“.

 

„EINEN BLOG ZU BETREIBEN, KOSTET ZEIT, MACHT ABER AUCH VIEL FREUDE.“


Inzwischen gibt es zahlreiche Blogs rund um die Eifel, ihre Wanderwege und ihre Landschaft. Der Autor Karl-Georg Müller wandert in seinem Blog „Schlenderer“ nicht nur durch die Eifel, sondern auch im Hunsrück, Taunus und Westerwald sowie bis in die Lüneburger Heide oder die Sächsische Schweiz. Die EIFELEXPLORERS haben sich dagegen komplett der Bildsprache verschrieben: Das Kollektiv setzt sich aus jungen Leuten zusammen, die mit ihren Kameras durch die Eifel streifen – immer auf der Suche nach ungewöhnlichen Perspektiven und eindrucksvollen Momentaufnahmen. Ihrer Heimatliebe verleihen sie auf dem instagram-Account #eifelexplorers Ausdruck. |

Schauen Sie doch mal vorbei:
EIFELsüchtig www.eifelsuechtig.net
EifelPfadFinder www.eifelpfadfinder.eu
Schlenderer www.schlenderer.de
EIFELEXPLORERS www.instagram.com/eifelexplorers

 

Ursula und Hans-Eberhard Peters, Rheinbach
Blogbetreiber EIFELsüchtig

Wer rastet, der rostet: Das wird Ursula und Hans-Eberhard Peters ganz bestimmt nicht passieren. Gemeinsam wandern sie seit über 45 Jahren durchs Leben – am liebsten durch die Eifel. Die Liebe zur Eifelerin Ursula hat den gebürtigen Kieler in unsere schöne Region verschlagen. Seit seiner Pensionierung betreibt der ehemalige Offizier der Luftwaffe zusammen mit seiner Frau den Blog EIFELsüchtig. Woher kommt diese Sucht? Kurz nachdem wir uns 1970 kennenlernten,
hat Ursula mich mit ihrer Wanderlust angesteckt. Nach gefühlten 5.000 Wanderkilometern war ich vollends infiziert. Wir heirateten, bekamen drei Söhne, lebten zwischenzeitlich in Kalifornien und im belgischen Mons und kehrten zurück in die Eifel. Wann immer es geht, machen wir uns auf die Socken. Und das ist gut so: Ich nenne das Wandern gern unsere Ehe-Risikoversicherung, denn unterwegs finden wir die Zeit für gemeinsame Gespräche, die im Alltag oft zu kurz kommen. Ursula und Hans-Eberhard Peters‘ Eifelmoment: „Für uns ist es ein Sonnenaufgang in der Eifel.“ Die Eifel ist eines der vielseitigsten Wandergebiete, die wir kennen. Ob Gerolsteiner Dolomiten, das Hochmoor des Venns oder die Buntsandsteinfelsen im Rurtal: es gibt immer wieder neue Ecken zu entdecken – und zu jeder Jahreszeit sehen sie anders aus. Wenn wir mal nicht wandern oder bloggen, gehe ich meiner Leidenschaft für alte Landkarten nach und widme mich meinen Aufgaben als Hauptmedienwart im Eifelverein.

 

Unser Lieblingsplatz in der Eifel ist ...

... der Wasserfall „die Rausch“ im wildromantischen Enderttal. Wenige Meter von ihm entfernt steht die Klosterkirche Maria Martental, in der wir 1974 geheiratet haben.

ene kleine Reporter - große Themen - Windenergie
ene kleine Reporter - große Themen - CO²

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Viel Spaß beim lesen!