eifelstark - Das Magazin!

Highlights aus der aktuellen Ausgabe:

EIN SPRUNG INS ABENTEUER
Titelstory

SANTIAGO GEHT IN DIE LUFT
Heimat

ARBEITEN IN SCHWINDELERREGENDER HÖHE
Energie

 

Viel Spaß und viel Energie wünscht Ihr ene-eifelstark-Team!

Gewinnspiel "Fallschirmsprung"

Bereit für den Absprung? Wir verlosen einen Tandemsprung auf der Dahlemer Binz! Um mitzumachen senden Sie eine Mail mit dem Betreff „Die Eifel von oben“ an redaktion@ene-eifelstark.de und verraten Sie uns, wieso Sie unbedingt einen Tandemsprung erleben wollen. Einsendeschluss ist der 31.07.2019

Hinweis: Als Teilnehmer akzeptieren Sie unsere Teilnahmebedingungen.

Ein Sprung ins Abenteuer

4.000 Meter über dem Boden. Kathrin Gaedke blickt ein letztes Mal aus dem Fenster des Flugzeugs und staunt über den fantastischen Ausblick. Die Eifel da unten sieht plötzlich ganz klein aus. Gleich ist es so weit. Sie wird aus dem Flugzeug springen, tausende von Metern im freien Fall sein, bis sich schließlich der Fallschirm öffnet – hoffentlich.

 

Es ist ein sonniger Frühlingsmorgen auf dem Flugplatz Dahlemer Binz. Der Himmel ist klar und es ist nahezu windstill. Die zarten Sonnenstrahlen erwärmen allmählich die kilometerlange Landebahn und machen es angenehm warm. Tandemspringer Daniel Pütz steht schon in voller Montur bereit und empfängt Kathrin vorfreudig. Für die 28-Jährige, die vor zwei Jahren ihre Ausbildung bei der ene abgeschlossen hat und heute in der Technischen Planung arbeitet, ist heute ein besonders aufregender Tag: Sie will ihren ersten Fallschirmsprung wagen. Begleiten wird sie dabei Daniel. Der gebürtige Eifeler ist 33 Jahre alt und seit 2017 neben seinen Haupttätigkeiten als Soldat und Fluggerätemechaniker nebenberuflich Fallschirmsprunglehrer und Tandemmaster. Schon über 1.000 Tandemsprünge hat er durchgeführt und er weiß genau, worauf bei einem Fallschirmsprung zu achten ist. „Gleich zu Beginn versuche ich herauszufinden, wie ich mit meinem Gast umgehen muss“, erklärt er uns. „Da gibt es ja ganz unterschiedliche Typen. Manche sind ängstlich oder sogar panisch – andere übermütig oder einfach nur glücklich.“ Kathrin gehört wohl eher zur letzteren Sorte. Denn einen Fallschirmsprung zu erleben – davon hat sie schon immer geträumt. Ein bisschen nervös ist sie trotzdem: „Als ich heute Morgen aufgewacht bin, dachte ich mal kurz: Das ist vielleicht doch eine dumme Idee.“ Aber jetzt freut sich die ene-Mitarbeiterin und kann kaum erwarten, dass es endlich losgeht.

SICHER IST SICHER: DIE VORBEREITUNG

Nach der Begrüßung erhält Kathrin von Tandempilot Daniel die nötige Ausrüstung: Overall, Schutzbrille und Kopfbedeckung. Sobald Kathrin umgezogen ist, geht es an die Vorbereitung. Schritt für Schritt geht der Tandemmaster mit seiner heutigen Begleiterin durch, wie der Sprung ablaufen wird und welche Körperhaltung sie in welcher Situation einnehmen soll. Auf sympathische Weise studiert der 33-Jährige die einzelnen Haltungen mit Kathrin ein. Gerade weil die Bewegungen ungewohnt sind und mit dem Adrenalin-Kick beim Fall noch schwieriger werden, nimmt sich der Tandemmaster dafür besonders viel Zeit. „Ob ich mir das alles merken kann?“, fragt sich die ene-Mitarbeiterin leicht besorgt, doch Daniel kann sie beruhigen: „Im Flieger haben wir genügend Zeit, alles noch einmal in Ruhe durchzugehen.“ Kurz bevor es zum Flugzeug geht, fragt der geübte Tandempilot Kathrin, ob sie noch irgendwelche Wünsche hat. „Nur, dass wir heil unten ankommen“, lacht sie. Und dann geht es los.

RAUF GEHT’S AUF 4.000 METER HÖHE

Das Flugzeug, das Daniel und Kathrin gleich auf eine Höhe von knapp 4.000 Metern befördern soll, steht schon auf der Startbahn bereit. Über wenige Stufen geht es hinein in den Flieger. Daniel setzt sich breitbeinig auf die schmale, gepolsterte Bank im Innenraum und Kathrin setzt sich direkt vor ihn. Und schon startet das Flugzeug. Am Arm trägt Daniel einen Höhenmesser, der anzeigt, in welcher Höhe sie sich nun befinden. Und die Zahl steigt stetig an. Etwa 15 Minuten lang geht es im Steigflug immer weiter nach oben. Während des Flugs befestigt Daniel seine Gurte an denen von Kathrin und prüft noch einmal, ob sie auch wirklich halten. Und ein letztes Mal geht er mit der ene-Mitarbeiterin den Ablauf durch. Dann wird es ernst. Ein letzter Blick auf den Höhenmesser: knapp 4.000 Meter über dem Boden. Und die Tür des Flugzeugs öffnet sich.

UND ABFLUG: 360 SEKUNDEN ADRENALIN PUR

„Oh mein Gott“, bricht es aus Kathrin kurz vor Absprung heraus. So langsam geht ihr Puls dann doch nach oben. Doch viel Zeit, sich Sorgen zu machen, bleibt ihr nicht. Denn schon schiebt der Tandemmaster die beiden zur Türöffnung und lehnt sich hinaus. Nur einen Augenblick später lässt er los und es geht abwärts – sehr schnell. Mit 200 km/h Speed rasen die beiden gen Boden. Daniel gibt Kathrin per Schultertippen das Zeichen, ihre Arme u-förmig auszustrecken. Eine knappe Minute lang stürzen die beiden auf den Boden zu. „Aber wie Fallen fühlt sich das eigentlich gar nicht an“, erklärt uns Kathrin später. „Eher, als würde man von der Luft getragen werden.“ Trotzdem nähert sich der Boden rasend schnell. Und die Zahl auf dem Höhenmesser schrumpft von Sekunde zu Sekunde. Zusätzlich zum Messgerät an seinem Arm hat Daniel auch einen Höhenmesser in seiner Kopfbedeckung verbaut. Der warnt den Tandempiloten per Piepton, wenn die ideale Höhe zum Öffnen des Schirms erreicht ist. Plötzlich durchfährt Kathrin ein starker Ruck und sie und Daniel bremsen innerhalb von Sekunden von 200 km/h auf gerade mal 30 km/h ab. Nach kurzem Schreck die Erleichterung: Der Tandemmaster hat den Fallschirm geöffnet. Jetzt geht es gleitend in Richtung Landewiese und Kathrin hat ganze fünf Minuten Zeit, noch einmal die wunderschöne Aussicht über die grüne Eifel zu genießen. Bei dem sommerlichen Wetter fühlt sich das einfach nur herrlich an. Rund 1.600 Meter geht es jetzt noch abwärts. Gekonnt manövriert Daniel den Fallschirm in Richtung Landewiese. Dann bietet er seiner Gastspringerin an, das Lenken selbst mal auszuprobieren. Und schon hält Kathrin die Steuerschlaufen in der Hand und der Tandemmaster erklärt ihr, wie sie die Flugrichtung bestimmt. „Puh, das ist aber ganz schön schwer“, wundert sich die Mitarbeiterin der ene, als sie für eine kleine Bewegung bereits viel Kraft aufwenden muss. Für den Landeanflug gibt sie die Zügel dann doch lieber wieder ab.

ENDLICH WIEDER BODEN UNTER DEN FÜSSEN

Nach insgesamt etwa sechs Minuten in der Luft setzen Daniel und Kathrin zur Landung an. Dazu strecken sie die Beine weit nach vorne aus und landen sanft in sitzender Haltung auf der grünen Wiese. Geschafft! Gleich nach der Landung kann Kathrin ihre Begeisterung nicht mehr für sich behalten: „Das war supergeil. Wirklich!“ Das freut natürlich auch den Tandemmaster. Als er die 28-Jährige fragt, was für sie das Beste am Sprung war, muss sie nicht lange überlegen: „Die Aussicht – die war echt der Knaller! Schon vom Flieger aus.“ Kathrin wird abgeschnallt und es geht zurück zum Startpunkt. Hier erhält die mutige eneMitarbeiterin von Tandemmaster Daniel noch eine Urkunde, die ihren waghalsigen Sprung zertifiziert. Und ihr Fazit? Hat’s ihr gefallen? Würde sie nochmal springen? Beides kann die 28-Jährige ohne Zögern mit „ja“ beantworten: „Das war ein echt tolles Erlebnis! Das sollte jeder mal machen!“ Besonders gefallen hat ihr die Professionalität des Teams: „Hier fühlt man sich richtig gut aufgehoben. Da hat man kaum eine Gelegenheit, sich wirklich Sorgen zu machen“, strahlt Kathrin.

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