Energiespartipps

Herd

Moderne Herde sind wesentlich energieeffizienter als ältere. Doch auch durch die richtige Handhabung können Sie spürbar Energie einsparen.

• Nutzen Sie die Restwärme von Herdplatten und Backofen und schalten Sie ggf. die Hitze schon früher ab.
• Verzichten Sie auf das Vorheizen des Backofens. Das ist insbesondere bei neueren Modellen und bei Umluftherden nicht mehr nötig.
• Achten Sie auf die zum Plattendurchmesser passenden Topfgrößen und auf ebene Topfböden. Das garantiert eine optimale Wärmeübertragung.
• Decken Sie die Töpfe zu - mit passenden, gut schließenden Deckeln. Dann bleibt die Hitze im Topf und der Stromverbrauch reduziert sich um rund ein Drittel.
• Erhitzen Sie kleine Mengen bis 400 g in der Mikrowelle und benutzen Sie Spezialgeräte wie Kaffeemaschinen, Eierkocher und Blitzwasserkocher.
• Garen Sie Gerichte mit längerer Garzeit (ab 40 Minuten) im Schnellkochtopf. Das spart bis zu 40 % Strom und 30 % Zeit.
• Nutzen Sie den Backofen nur für größere Mengen oder bereiten Sie dort die Gerichte parallel zu. So nutzen Sie die Wärme optimal aus.

Mikrowelle

Für das Erwärmen von Speisen und für das Garen kleiner Mengen bis 400 g ist die Mikrowelle sparsamer als der Herd.

• Garen bzw. erwärmen Sie die Speisen direkt im Serviergeschirr. So verlieren Sie keine Wärme durch Umfüllen.
• Verteilen Sie die Speisen gleichmäßig flach, das spart Garzeit, denn Mikrowellen dringen nur etwa 3-6 cm in das Gargut ein. Rühren Sie die Speisen, wenn möglich, zwischendurch um.
• Decken Sie beim Erwärmen die Tellerspeisen mit einer mikrowellengeeigneten Haube ab und nutzen Sie beim Kochen die Deckel des Mikrowellengeschirrs. So kann die Hitze nicht entweichen.

Dunstabzugshaube

Dunstabzugshauben verbrauchen zwar Energie, entziehen der Luft jedoch die Feuchtigkeit und den Geruch. Umlufthauben geben die gefilterte Luft wieder in den Raum, wohingegen Ablufthauben die Abluft nach draußen leiten.

• Stellen Sie die Dunstabzugshaube nur an, wenn nötig. Bei kurzer Kochzeit oder beim Erwärmen geruchsloser bzw. -armer Speisen kann man darauf verzichten.
• Wechseln Sie regelmäßig den Filter aus, um die Effektivität zu erhalten.
• Achten Sie auf eine ausreichende Zuluft, denn sonst kann die Haube nicht richtig arbeiten. Öffnen Sie ggf. die Küchentür einen Spalt.
• Schalten Sie nach dem Kochen die Dunstabzugshaube rechtzeitig wieder ab.

Kühl- und Gefriergeräte

Durch den Dauerbetrieb verbrauchen Kühl- und Gefriergeräte stetig Strom. Dabei sind moderne Geräte um bis zu 40 % günstiger als Geräte der achtziger Jahre.

• Stellen Sie Kühl- und Gefriergeräte nie neben die Heizung oder den Herd und schützen Sie die Geräte vor direkter Sonneneinstrahlung. Separate Gefriergeräte stehen am besten in unbeheizten Räumen.
• Wählen Sie die richtige Lagertemperatur: 5-7 °C im Kühlschrank und -18 °C im Gefriergerät. Jedes weitere Minusgrad verbraucht 6 % mehr Strom.
• Öffnen Sie die Tür nur kurz, damit die Kälte nicht entweicht.
• Achten Sie auf gut schließende Türen und eine intakte Gummidichtung.
• Stellen Sie nur ganz abgekühlte und zugedeckte Speisen in den Kühl- oder Gefrierschrank.
• Tauen Sie ihre Kühl- und Gefriergeräte von Zeit zu Zeit ab. Eine dicke Eisschicht um die Kühlaggregate wirkt wie Dämmmaterial.
• Halten Sie die Lüftungsgitter sauber und frei von Gegenständen. Dadurch verhindern Sie einen Wärmestau.
• Gefriertruhen verbrauchen durch ihre kompakte Form 15 % weniger Strom als ein Gefrierschrank.

Geschirrspülmaschine

Geschirrspüler der achtziger Jahre verbrauchen bis zu 40 % mehr Strom als neue Geräte. Moderne Geschirrspülmaschinen hingegen sind sogar energiesparender als das Spülen von Hand.

• Spülen Sie das Geschirr nicht unter fließendem Wasser vor. Halten Sie die Gerätetür fest verschlossen, dann trocknen die Speisereste nicht an und können mit Sparprogrammen und weniger Spülmittel gereinigt werden.
• Verzichten Sie auf das Vorspülprogramm und nutzen Sie Kurz- und Sparprogramme.
• Stellen Sie nur voll beladene Geräte an. Bei kleineren Mengen ist der Abwasch von Hand sparsamer.
• Achten Sie bei der Spülmitteldosierung auf den Härtegrad des Wassers. Füllen Sie Regeneriersalz und Klarspüler regelmäßig nach und reinigen Sie das Sieb.
• Größere Maschinen sind, bezogen auf ein Maßgedeck, sparsamer als Kleinere.
• Moderne Geräte können direkt an die Warmwasserversorgungsanlage angeschlossen werden. Die Leitungswege sollten dabei kurz sein. Die Energieersparnis ist umso höher, je moderner die Anlage ist. Am effizientesten sind durch regenerative Energien betriebene Anlagen.

Kleingeräte

Elektrische Kleingeräte werden heute für die unterschiedlichsten Arbeiten im Haushalt angeboten und eingesetzt. In einigen Fällen erleichtern sie nicht nur die Arbeit, sondern helfen auch beim Energiesparen.

• Benutzen Sie zum Erhitzen von Wasser die entsprechenden Kleingeräte: z. B. Expresswasserkocher, Eierkocher und Kaffeemaschinen sind deutlich sparsamer als der Herd.
• Grillen und Toasten Sie geringe Mengen lieber in den entsprechenden Tischgeräten. Das ist wirtschaftlicher als die Zubereitung im Backofen.
• Der Verzicht auf motorische Kleingeräte, wie z. B. Handrührgerät, Mixer, etc. bringt aufgrund der geringen Anschlussleistung und kurzen Betriebsdauer keine nennenswerte Energieeinsparung.

Waschmaschine

Neue Waschmaschinen verbrauchen gegenüber Geräten der achtziger Jahre um bis zu 60 % weniger Strom. Der Wasserverbrauch ist seitdem pro Wäsche um fast drei Viertel von 150 auf 39 l gesunken. Den meisten Strom verbraucht die Waschmaschine zum Aufheizen des Wassers.

• Waschen Sie die Wäsche lieber bei niedrigeren Temperaturen, sparen Sie die Vorwäsche und nutzen Sie Energiespar- und Kurzprogramme. Das spart bis zu zwei Drittel Strom.
• Behandeln Sie lieber einzelne Flecken vor, als die gesamte Ladung bei hoher Temperatur und mit viel Waschmittel zu waschen.
• Nutzen Sie das gesamte Fassungsvermögen der Waschtrommel. Die 1/2-Spartaste reduziert den Strom- und Wasserverbrauch pro Kilo Wäsche nicht wirklich auf die Hälfte.
• Achten Sie bei der Waschmitteldosierung auf den Härtegrad des Wassers und verzichten Sie auf den Weichspüler. Waschmittel belastet die Umwelt.
• Moderne Geräte mit zwei Zulaufschläuchen für Kalt- und Warmwasser können direkt an die Warmwasserversorgungsanlage angeschlossen werden. Die Leitungswege sollten dabei kurz sein. Die Energieersparnis ist umso höher, je moderner die Anlage ist. Am effizientesten sind durch regenerative Energien betriebene Anlagen.

Wäschetrockner

Die energiesparendste Art Wäsche zu trocknen, ist immer noch auf der Leine. Wäschetrockner jedoch sind zeit- und platzsparend und deshalb aus vielen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Man unterscheidet zwischen Kondensationstrocknern, die das abgegebene Wasser in einem Behälter auffangen und Ablufttrocknern, die die feuchte Luft nach außen leiten.

• Nutzen Sie das gesamte Volumen des Wäschetrockners voll aus.
• Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Gerät eine feuchtigkeitsabhängige Steuerung hat. Trocknen Sie Bügelwäsche zum Beispiel im Programm „bügelfeucht“.
• Reinigen Sie nach jedem Trockenvorgang den Luftfilter.
• Weichspüler in der Waschmaschine ist überflüssig, denn im Trockner bleibt die Wäsche weich. Nur bei Synthetikfasern sollten Sie Weichspüler nehmen, denn er verhindert die elektrostatische Aufladung.

Faxgerät

Faxgeräte müssen ständig betriebsbereit sein, um eingehende Nachrichten zu erkennen. Sie können daher nicht vollständig, etwa über eine schaltbare Steckdose, ausgeschaltet werden.

• Fragen Sie Ihren Händler nach einem Gerät mit Sleep-Modus. In diesem Modus wird das Netzteil ausgeschaltet und das Faxgerät bleibt trotzdem betriebsbereit. Die für die Empfangsbereitschaft notwendigen Komponenten werden von einem separaten, kleinen Netzteil versorgt.
• Reduzieren Sie den Stromverbrauch durch ein Vorschaltgerät.

Warmwasserbereitung

Rund 11 % des Endenergieverbrauchs im Haushalt entfallen auf die Warmwassererzeugung. Die richtige Handhabung von Durchlauferhitzern und Warmwasserspeichern hilft, Energie zu sparen.

• Moderne elektronisch geregelte Durchlauferhitzer ermöglichen im Gegensatz zu älteren hydraulischen Geräten eine exakte Temperatureingabe.
• Stellen Sie den elektronisch gesteuerten Durchlauferhitzer von vornherein auf die gewünschte Duschtemperatur ein und mischen Sie möglichst kein kaltes Wasser bei. Je niedriger die Temperatur, desto energiesparender die Erwärmung.
• Bei Dauerbetrieb den Warmwasserspeicher nicht höher als 60 °C einstellen. Das verhindert die Verkalkung der Heizstäbe und verringert den Wärmeverlust nach außen.
• Schalten Sie bei längeren Bedarfspausen den Warmwasserspeicher ganz aus oder stellen Sie ihn im Winter auf die Frostschutzeinstellung.
• Installieren Sie das Gerät möglichst nahe am Ort des Verbrauchs. Falls dies nicht möglich ist, achten Sie auf eine optimale Wärmedämmung der Leitungen.
• Achten Sie beim Kauf eines Warmwasserspeichers auf den Bereitschaftsstromverbrauch.

Dusche/Badewanne

Baden verbraucht dreimal so viel Energie wie Duschen: Für eine dreiminütige Dusche benötigt man 30-50 l Wasser und 1-1,7 kWh, für ein Vollbad hingegen 120-150 l Wasser und 4-5 kWh.

• Stellen Sie beim Einseifen das Wasser ab. Auch beim Zähneputzen, Rasieren oder Händewaschen muss das Wasser nicht ständig laufen.
• Hilfreich sind Durchflussunterbrecher: Dann müssen Sie nicht jedes Mal die Temperatur neu mischen. Auch Einhandhebelmischer und thermostatgeregelte Mischarmaturen bieten den Vorteil einer gleich bleibenden Temperatur. So vermeiden Sie  unnötige Verluste beim Einstellen der gewünschten Temperatur, die außerdem leicht wieder gewählt werden kann.
• Nutzen Sie Durchfl ussmengenbegrenzer und Duschköpfe mit Luftzumischung. Sie streuen den Wasserstrahl, der bei einer geringeren Wassermenge den gleichen Reinigungseffekt erzielt.
• Reparieren Sie tropfende Wasserhähne sofort. Bei nur zehn Tropfen pro Minute fließen monatlich 170 l ungenutzt in den Abfluss.

Beleuchtung

Die Beleuchtung hat fast den gleichen Anteil am Stromverbrauch eines Haushalts wie Kochen und Backen – obwohl die 60 Watt-Leistung einer Glühlampe nur einen Bruchteil der 1600 Watt-Leistung einer Kochstelle ausmacht. Das liegt an der längeren Brenndauer der Lampen.

• Vermeiden Sie unnötige „Festbeleuchtung“. Beleuchten Sie nur den Raum, in dem Sie sich gerade aufhalten.
• Passen Sie die Beleuchtung dem Gebrauch an: Halten Sie das allgemeine Beleuchtungsniveau niedrig, an den Arbeitsplätzen hingegen hoch. Das ist nicht nur augenfreundlicher, sondern auch atmosphärisch angenehmer.
• Schalten Sie das Licht aus, wenn Sie das Haus verlassen. Ein strahlender Empfang bei der Rückkehr ist zwar schön, vergeudet aber Energie. Zur Einbruchsabwehr benutzen Sie am besten Zeitschaltuhren und Bewegungsmelder.
• Tauschen Sie in den Leuchten, die täglich am längsten brennen, die Glühlampe durch eine Energiesparlampe aus. Sie sind zwar teurer in der Anschaffung, sparen aber 80 % Strom und sind deshalb auf lange Sicht günstiger.
• Reinigen Sie regelmäßig Lampen und Leuchtmittel, aber nur bei gezogenem Stecker bzw. ausgeschalteter Sicherung!

Computer/Drucker

Speziell im Bereich der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik ist die laufende Betriebsbereitschaft (Stand-by) nicht mehr wegzudenken. Doch dieser Komfort hat seinen Preis. Zusammen verbrauchen die Geräte während der Wartezeit bis zu 70 kWh pro Jahr.

• Vergleichen Sie beim Gerätekauf den Standby-Verbrauch verschiedener Geräte. Er sollte bei neuen Geräten nicht mehr als ein Watt betragen.
• Achten Sie auf heimlichen Stand-by-Verbrauch: Erkennbar sind diese heimlichen Stromverbraucher an den warmen Netzgeräten bzw. Wandlern. Über eine schaltbare Steckerleiste kann man diese Geräte ganz ausschalten oder über einen Stand-by-Reduzierer (Vorschaltgerät) den Stand-by-Stromverbrauch bis zu 90 % reduzieren.
• Achten Sie beim Kauf eines neuen Computers auf eine Ausrüstung mit einem Energiesparmanagementsystem. Es versorgt nur diejenigen Komponenten mit Strom, die akut für den Betrieb gebraucht werden.
• Schalten Sie Computer und Bildschirm bei längeren Arbeitspausen ganz ab. Bild schirmschoner reduzieren nicht den Stromverbrauch.

Klimageräte

Klimageräte kühlen nicht nur die Raumtemperatur, Sie können gleichzeitig die Feuchtigkeit regulieren und die Luft reinigen. Das ist besonders für Allergiker von Vorteil. Man unterscheidet zwischen Kompakt- und Splitgeräten. Bei Kompaktgeräten wird die warme Abluft über einen Schlauch durch einen Tür- oder Fensterspalt nach draußen geleitet. Splitgeräte hin gegen bestehen aus zwei Teilen: Die Inneneinheit nimmt die Kühlung und Reinigung vor und leitet warme Abluft und Tauwasser an die Außeneinheit weiter, die auf dem Fenstersims oder dem Balkon fest installiert ist. Sie haben in der Regel eine höhere Kühlleistung und sind leiser.

• Wählen Sie die Leistung des Klimagerätes nach der Raumgröße. Lassen Sie dazu am besten die Kühllast vom Fachmann berechnen.
• Schließen Sie Fenster und Türen. Sonst kann das Klimagerät nicht seine Wirkung entfalten, läuft durch die kontinuierliche Zuströmung von Warmluft auf Hochtouren und verbraucht unverhältnismäßig viel Strom.
• Kühlen Sie die Raumluft auf nicht weniger als 8 °C unterhalb der Außentemperatur herunter. Ein zu starkes Temperaturgefälle kann zu Erkältungen führen.
• Bedenken Sie bei der Gerätewahl den Energieverlust von Kompaktgeräten, der durch die notwendige Öffnung von Tür- oder Fensterspalten entsteht.
• Vergleichen Sie beim Kauf die Geräuschentwicklung. Insbesondere bei längeren Betriebszeiten und in der Nacht kann der Geräuschpegel störend wirken.
• Auch eine Fensterabschirmung von außen durch Markisen, Roll- oder Fensterläden kann die Raumtemperatur um etliche Grad senken.
• Mit einer Steckerleiste kann man diese Geräte ganz ausschalten oder über einen Standby-Reduzierer (Vorschaltgerät) den Stand-by-Stromverbrauch bis zu 90 % reduzieren.