Energiemanagementsysteme

Grüne Partner sind attraktiv

Immer mehr Menschen interessieren sich dafür, wo und auf welche Art und Weise Produkte, die sie kaufen, hergestellt werden. Durch den bewussten Konsum aus nachhaltiger Herstellung nimmt der gesellschaftliche Druck auf Unternehmen zu. Viele Hersteller nutzen diesen Faktor jedoch heute schon für ihren eigenen Erfolg. Weist ein Unternehmen nachhaltiges Wirtschaften nach, kann dies ein entscheidendes Kriterium für Kunden und Partner sein. Die Auszeichnung und Zertifizierung eines Unternehmens verleiht Authentizität und Glaubwürdigkeit. Mit der Zertifizierung nach ISO 50001 werden alle Aktivitäten international dokumentiert.

Die Politik hilft mit: Das Zwei-Grad-Ziel

Im Rahmen des Energiekonzepts 2010 hat die Bundesregierung das Ziel bekräftigt, bis 2020 den Ausstoß von Treibhausgasemissionen gegenüber dem Basisjahr 1990 um 40 Prozent zu reduzieren.

Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV), verschiedene Förderprogramme, die Projekte zur Energieeffizienz anstoßen, fördert die Politik Maßnahmen von Unternehmen, die ihre Energieeffizienz verbessern. Energiemanagementsysteme sind ein Beispiel davon. Sie werden sogar zur Pflicht, wenn Unternehmen von Steuerbegünstigungen profitieren möchten.

Der Bundestag verabschiedete am 5.2.2015 die Änderung des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G), das die nationale Umsetzung der europäischen Energieeffizienzrichtlinie RL 2012/27/EU bedeutet. Sie schreibt allen Unternehmen, die nicht unter die EU-Definition der „Kleinen und Mittelständischen Unternehmen“ (sogenannten KMU) fallen, verbindliche Energieaudits vor.  Die Umsetzung dieser Richtlinie in das nationale Gesetz in Deutschland ist mit der Novellierung des Energiedienstleistungsgesetzes (E-DLG), das am 22.04.2015 in Kraft getreten ist, erfolgt.

Damit wurden Unternehmen, die nicht zu den „kleinen und mittelständischen Unternehmen“ (KMU) zählen, verpflichtet bis zum 05.12.2015 ein Energieaudit nach DIN EN 16247 durchzuführen. Aufgrund mangelnder Beraterkapazitäten ist ein Ermessensspielraum bis Ende April 2016 gewährt.

Mehr Informationen zur aktuellen Energieaudit-Pflicht finden Sie hier.

Ein System – viele Vorteile

Ein Energiemanagement zielt darauf ab, einen effizienten Energieeinsatz zu ermöglichen, zu dokumentieren und diesen kontinuierlich zu verbessern. Durch einen minimalen Energieeinsatz lassen sich Energiekosten senken und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Ziel der Energiemanagementsysteme ist es, ungenutzte Energieeffizienzpotenziale aufzudecken und die Energiekosten zu senken. So kann die Energieeffizienz gesteigert und die Umweltbelastung reduziert werden.

Ein Energiemanagementsystem (EnMS) bildet somit die Basis für Investitionsentscheidungen, verbessert die Energieeffizienz und versetzt Sie in die Lage, die in der Energiepolitik festgelegten Verpflichtungen einzuhalten und Ihre energetische Leistung durch einen systematischen Ansatz nachhaltig zu verbessern.

Der Nutzen eines systematischen EnMS ist vielfäl­tig: Durch erhöhte Transparenz wissen Sie genauer, wo Ihr Unternehmen wie viel Energie verbraucht. Sind Ihnen die detaillierten Kosten bekannt, lassen sich damit gezielt Einsparmöglichkeiten identifizieren. Ihre Mitar­beiter werden durch das EnMS sensibilisiert, verhalten sich energiebe­wusster und bringen das Unternehmen durch eigene Verbesserungsvor­schläge voran.

Durch die Einführung eines EnMS unterstützen Sie zudem Ihren unternehmerischen Erfolg durch umweltgerechtes Handeln.

Unsere Leistungen

Gerne begleiten wir vollumfänglich den Prozess der Einführung eines EnMS in Ihrem Unternehmen. Bei Bedarf übernehmen wir aber auch einzelne Aufgaben der EnMS-Implementierung.

Erfassung und Analyse eingesetzter Energieträger und energieverbrauchender Systeme

  • Erfassung historischer Daten mit Energieverbrauch und der Anpassungsfaktoren (z.B. Witterungsbereinigung)

  • Bestandsaufnahme der Energieströme und -träger

  • Erstellung eines Energieflussplans mit relevanten Verbrauchern, wie Heizsystem, Leuchtkörper, Fuhrpark, Kälteerzeugung, Server- und Rechnerräume, Druckluft und RLT

  • Anfertigung der Maschinenlagepläne

  • Angabe der Genauigkeit des Energieverbrauchs, z.B. ständige Messung oder kurzzeitige Messung mit PQ-Box und Hochrechnung

  • Ermittlung wichtiger Kenngrößen in Form von absoluten und prozentualen Einsatzmengen

  • Zuarbeit bei der Erstellung von Auditberichten und -Terminen

Bewertung des bestehenden Energiemanagementsystems

  • Dokumentation von Energieaudits oder anderen vorherigen Untersuchungen

  • IST-Stand des Energiemanagementsystems

  • Aufnahme von Bereichen und Prozessen, deren energiebezogene Daten für spätere Analysen erforderlich sind

  • Ableitung einleitender Vorschläge für die Verbesserung der Energieeffizienz

Möglichkeiten zur Verbesserung der Energieeffizienz

  • Identifizierung von Potenzialen fürs Energiesparen

  • Dokumentation von Maßnahmen und Empfehlungen

  • Erstellung eines Umsetzungsplans

  • Angabe von Einsparungen in energetischen und monetären Einheiten

  • Amortisationsrechnung der empfohlenen Maßnahmen unter Berücksichtigung der Annuität

  • Informationen über Zuschüsse und Beihilfen

  • Mögliche Wechselwirkungen mit anderen vorgeschlagenen Empfehlungen

  • Übergabe des angefertigten Energieberichts an die Organisation

  • Präsentation der Ergebnisse in Form einer Entscheidungsgrundlage für die Geschäftsführung

  • Erstellung eines terminierten Maßnahmenkatalogs als strategische Zielsetzung des nächsten Jahres / der nächsten Jahre

Stellung eines internen Energiemanager, der

  • als Ansprechpartner für betriebsinterne und -externe Energiefragen zuständig ist

  • weisungsberechtigt ist gegenüber Mitarbeitern bei energietechnischen Prozessen, die keinen qualitativen Einfluss auf das Produkt oder die Produktion haben

  • als direkter und verantwortlicher Ansprechpartner der Geschäftsführung für energietechnische Themen gilt

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